Final Fantasy XIV A Realm Reborn Action Fantasy MMORPG Screenshot 02

Final Fantasy XIV Game Director über 2010-Version

Die Version des MMORPGs Final Fantasy XIV, welche 2010 erschien, scheiterte. Game Director Naoki Yoshida analysiert nun, warum dies der Fall war.

In einer einstündigen Ansprache auf der Game Gevelopers Conferenct ging der Entwickler darauf ein, warum die erste Version des MMOs kein Erfolg wurde. Er beginnt damit, dass Final Fantasy XI ein Riesenerfolg war und entsprechend hoch waren auch die Erwartungen an einen Nachfolger. Er glaubt, dass der große Erfolg von Final Fantasy XI die Wurzel des Misserfolgs von Final Fantasy XIV in der 2010er Version war. Zum einen wäre ein immenser Druck aufgebaut worden, um mit dem Nachfolger wieder so erfolgreich zu werden. Zudem hätte man stur an völlig veralteten Strategien festgehalten und man wollte unbedingt Neuerungen einbauen, nur um etwas Neues im Spiel zu haben. Hinzu kam auch, dass man sich durch den früheren Erfolg sehr sicher in dem fühlte, was man als nächstes tat.

Die acht Jahre, die zwischen Final Fantasy XI und Final Fantasy XIV lagen führten dazu, dass die Entwickler nicht mehr in der Lage waren, Änderungen am Markt wahrzunehmen. Zudem war man drauf fixiert, eine hohe grafische Qualität abzuliefern. Man konnte sich nicht mehr an die Änderungen, die in der Zeit im Genre vorgingen anpassen und auch den Änderungen, welche die Spielerfahrung für den Nutzer verbesserte konnte man nicht mehr nachkommen. Allein der Fokus auf die Grafik des Spiels war immens, was Yoshida anhand des Beispiels einer Blumenvase ausführt. Diese hätte aus 1.000 Polygonen bestanden und 150 Zeilen an Shadercode benötigt. Dadurch hätte man auch die Anzahl der gleichzeitig sichtbaren Spieler immens heruntersetzen müssen, was aber dem Spielspaß eines MMORPGs zuwider lief. Im Grunde könne man sagen, dass der Misserfolg des ursprünglichen Final Fantasy XIV eine Verkettung von vielen kleinen Problemen war, die sich so anhäuften, dass das Endprodukt nicht dem Qualitätsstandard entsprach, den man eigentlich erreichen wollte. Doch mit der neuen Version hätte man es nun richtig gemacht.

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1 comment

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  1. InspectaChillR 23 Juli, 2014 at 16:05 Antworten

    Das kenn ich auch von Team-Sitzungen im Büro. Man möchte eigentlich was neues, aktuelles schaffen, bringt es dann aber nicht fertig, sich von veraltetten Strukturen zu lösen. Ich arbeite zwar an einer neuen Ausstellung für ein Museum, aber die Grundgedanken sind vielleicht ähnlich.

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